Die Regierung unternimmt einen weiteren Versuch, den Wohnungsbau anzukurbeln und damit auch die kriselnde Baubranche zu unterstützen. Finanzminister Gilles Roth (CSV) und Wohnungsbauminister Claude Meisch (DP) stellten am Donnerstag ein entsprechendes Maßnahmenpaket im zuständigen parlamentarischen Ausschuss sowie danach auf einer Pressekonferenz vor. Dieser „Booster fir de Wunnengsbau“ umfasst eine ganze Reihe steuerlicher Maßnahmen sowie einen neuen „Housing Bond“.

Diese Staatsanleihe nach dem Vorbild des Anfang des Jahres ausgegebenen „Defence Bond“ hatte Gilles Roth bereits im März angekündigt und auch Premier Luc Frieden (CSV) hatte sie im Mai in seiner Rede zur Lage der Nation erwähnt. Das Prinzip: Privatpersonen können die Anleihe zeichnen und der Staat das Geld in erschwinglichen Wohnraum investieren. Die Rede ist von einem Umfang von 250 Millionen Euro und einer Laufzeit zwischen drei und fünf Jahren. Erhältlich sein soll der „Housing Bond“ ab Anfang 2027. Der Zinssatz soll an die dann vorherrschende Marktlage angepasst werden. Die Quellensteuer entfällt.

Daneben umfasst das Paket eben mehrere steuerliche Anpassungen. So wird etwa die Steuergutschrift „Bëllegen Akt“ von 40.000 Euro auf 45.000 Euro erhöht und ein reduzierter Steuersatz von acht Prozent für sozialen Wohnungsbau und soziale Mietzwecke eingeführt, der an bestimmte Kriterien gebunden ist …