Fernand Etgen hat wenige Monate nach seinem Rücktritt als DP-Abgeordneter eine neue Aufgabe gefunden. Wie dem Amtsblatt zu entnehmen ist und wie auch das „Luxemburger Wort“ berichtete, wurde der ehemalige Parlamentspräsident und frühere Minister Ende März via großherzoglicher Verordnung zum Mitglied des „Comité de déontologie“ ernannt. Das neue Mandat des 69-Jährigen geht über fünf Jahre bis zum 31. März 2031.

Das „Comité de déontologie“ wurde geschaffen, um darüber zu wachen, ob die Mitglieder der Regierung sich auch an ihren Deontologiekodex halten. Es besteht aus mindestens drei Mitgliedern.  Aktuell sind das neben Fernand Etgen die frühere Abgeordnete und Staatsrätin Agnés Durdu (DP), der ehemalige Minister und Parlamentarier Marco Schanck (CSV) sowie die beiden früheren hochrangigen Magistrate Charlotte Prüssen und Georges Ravarani.

Fernand Etgen hatte Mitte Oktober 2025 nach mehr als 40 Jahren seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Insgesamt saß er von 2007 bis 2013 sowie von 2018 bis Ende 2025 für die Liberalen im Parlament, davon von 2018 bis Herbst 2023 als Präsident, wobei er unter anderem mit der Kontroverse um das „Chamberbliedchen“ für Schlagzeilen sorgte. Dazwischen fungierte er von 2013 bis 2018 als Minister für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz in der ersten blau-rot-grünen Regierung von Premier Xavier Bettel (DP).

Auf kommunaler Ebene war Fernand Etgen bereits 1979 mit 22 Jahren in den Gemeinderat von Feulen eingezogen …