Die Verhandlungen zwischen der „Caisse nationale de santé“ (CNS) und der „Association des médecins et médecins-dentistes“ (AMMD) über eine neue Konvention sind blockiert. Das sagte diese Woche der Präsident der AMMD. Laut Chris Roller seien die Gespräche an einem Punkt angelangt, an dem die Politik entscheiden müsse. Doch die tue nichts, so der AMMD-Vorsitzende, der sich ein weiteres Mal generell von der CSV-DP-Regierung enttäuscht zeigte.

„Bisher ist die Gesundheitspolitik dieser Regierung ein Totalversagen“, sagte Chris Roller am Mittwoch bei „RTL“, nachdem er bereits zuvor im „Tageblatt“ seinen Unmut zum Ausdruck gebracht hatte. Bekanntlich hatte sich die Vereinigung der freischaffenden Ärzte viel von der Koalition von CSV und DP versprochen. Auch, weil beide Parteien vor den Wahlen 2023 eine stärkere Liberalisierung des Gesundheitswesens, vor allem in Bezug auf ambulante Behandlungen außerhalb der Krankenhäuser, versprochen hatten.

Was die Verhandlungen über eine neue Konvention mit der CNS, die die AMMD im Oktober vergangenen Jahres aufgekündigt hatte, anbelangt, so hatte Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) letzte Woche bei „RTL“ erklärt, die Verhandlungspartner stünden kurz davor, eine neue Vereinbarung zu unterzeichnen. Chris Roller kann diese Äußerungen eigenen Angaben zufolge nicht nachvollziehen: „Ich weiß nicht, in welcher Welt sie lebt, ich weiß jedenfalls nichts davon“, sagte der AMMD-Vorsitzende …