Bisher waren die Banken die großen Abwesenden in der parlamentarischen Aufarbeitung der „Caritas“-Affäre. Nun aber sollen Anfang Mai Vertreter der „Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat“ (BCEE) vor dem entsprechenden Sonderausschuss aussagen. Die „Spuerkeess“ ist eine der beiden Luxemburger Banken, die Kredite an die von einem Finanzskandal erschütterte Organisation vergeben hatten. Die andere Bank ist die „BGL BNP Paribas“.
Am 5. Mai sollen nun die Vertreter der „Spuerkeess“ den Abgeordneten des Sonderausschusses Rede und Antwort stehen. Das wurde am Mittwoch bekannt. Dabei dürfte es vor allem um die Frage gehen, wie es dazu kam, dass die Banken Mitte 2024 die von der damaligen Caritas-Finanzdirektorin beantragten Kredite in Millionenhöhe – zehn Millionen Euro im Fall der „Spuerkeess“ – genehmigten, und ob dabei alle Kontrollmechanismen berücksichtigt wurden. Es wird aber wohl auch darum gehen, ob die Caritas nicht doch hätte gerettet werden können, wie wiederholt von Abgeordneten der Opposition betont wurde.
Reporter.lu hatte im August exklusiv über das Ausmaß der Geldtransaktionen in dieser Affäre berichtet, bei der 61 Millionen Euro verschwanden. Im Fokus des Ganzen steht die ehemalige Finanzdirektorin, die mutmaßlich Opfer eines sogenannten Präsidentenbetrugs wurde …
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