Die Heterogenität der Schülerschaft ist nach wie vor die größte Herausforderung für das Luxemburger Bildungssystem. Migrationshintergrund, sprachliche Unterschiede, aber auch sozioökonomische Faktoren stellen die Schulen kontinuierlich vor die Aufgabe: Wie allen Kindern die gleichen Chancen bieten? Zudem bereitet die Inklusion von Schülern mit besonderen Bedürfnissen in den regulären Schulbetrieb zunehmend Probleme. Diese Erkenntnisse gehen aus dem vierten nationalen Bildungsbericht hervor.

Der Bildungsbericht, der seit 2015 alle drei Jahre vom „Service de coordination de la recherche et de l’innovation pédagogiques et technologiques“ (Script) des Bildungsministeriums und dem „Luxembourg Centre for Educational Testing“ (Lucet) von der Universität Luxemburg erstellt wird, bestätigt demnach die bekannten Schwierigkeiten. Der Bericht stellt aber auch Verbesserungen infolge der Reformen der vergangenen Jahre fest.

So hebt der Bericht etwa hervor, wie bedeutsam die frühkindliche Bildung für den späteren Erfolg der Schüler sei. Dabei verweist er auf das 2017 eingeführte Programm zur sprachlichen Förderung in den Kindertagesstätten und 20 Wochenstunden gratis Betreuung. In einer Mitteilung des Bildungsministeriums wird denn auch hervorgehoben, dass die Regierung weitere Anpassungen in diesem Bereich plane: ein besserer Personalschlüssel in den Kindertagesstätten, ein Ganztagsangebot für die Früherziehung in allen Gemeinden sowie die Einführung einer zusätzlichen Betreuungsperson im Zyklus 1, wie auch so im Koalitionsprogramm von CSV und DP vorgesehen.

Positiv bewertet der Bericht auch die öffentlichen Europaschulen. Diese würden bessere Chancen für Schüler mit unterschiedlichen sprachlichen Hintergründen bieten …