Nachdem einige Stauseegemeinden eine Gebühr für den Stauseebesuch einführen wollten, lenkt die Regierung nun ein und verspricht, die Kosten zu übernehmen. Doch diese Unterstützung ist an bestimmte Konditionen gebunden. Erste Gemeinden sehen Klärungsbedarf.

Der Staat will nun doch die Kosten, die durch die Corona-Krise bedingten Besucherströme am Stausee entstehen, übernehmen. Dies wurde bekannt, nachdem sowohl die Stauséigemeng als auch die Gemeinde Esch-Sauer bereits ein sogenanntes Taxen-Reglement verabschiedet hatten. Durch die Verordnung wollten die zwei Anliegergemeinden die Kosten, die durch die Besucher anfallen, finanzieren. Der Stauseebesuch wäre demnach kostenpflichtig geworden. Der Grund für den Vorstoß der zwei Gemeinden: Anders als im vergangenen Jahr gab es bis dahin keine Zusage der Ministerien, um sich an den Kosten zu beteiligen.

Nun scheint die Eintrittsgebühr jedoch wieder vom Tisch zu sein. Denn wie die Ministerien für Gesundheit, Landesplanung und Tourismus in einem gemeinsamen Schreiben erklärten, werde der Staat die Kosten für das Reservierungssystem und die Sicherheitsleute an den sechs Stauseestränden nun doch übernehmen. Die Aufgabe der Security-Mitarbeiter besteht laut Schreiben darin, die Einhaltung der in dieser Pandemie weiter geltenden Hygienevorgaben zu überwachen.

Mit dem Verweis auf die Coronavirus-Pandemie und die Kostenübernahme als „mesure exceptionelle et unique dans le cadre de la crise Covid-19“, dürfte wohl vermieden werden, dass man einen Präzedenzfall schafft. So betonte Tourismusminister Lex Delles (DP) noch vor zwei Wochen im Gespräch mit Reporter.lu, dass das Tourismusministerium nicht den Sicherheitsdienst einer Gemeinde finanzieren könne und den einer anderen nicht …