Während in Frankreich und Deutschland Luxusyachten von russischen Oligarchen, die von der Europäischen Kommission auf die Sanktionsliste gesetzt wurden, beschlagnahmt werden, gibt es solche konkreten Maßnahmen in Luxemburg bis dato nicht. Das Großherzogtum befindet sich vielmehr noch in einer Phase der Analyse. Ein Sprecher des Finanzministeriums bestätigt Reporter.lu gegenüber, dass seine Behörde momentan sehr viele Benachrichtigungen aus dem Finanzsektor in Zusammenhang mit den Sanktionen erhalte.

Urheber dieser Benachrichtigungen sind Banken, Service-Provider und Buchhalter – alles Akteure der Wertschöpfungskette, deren Beruf sie verpflichtet, Sanktionen nachzukommen und Verdachtsmomente zu melden. Über den genauen Zeitpunkt, wann das Finanzministerium über die eingefrorenen oder beschlagnahmten Gelder kommunizieren wird, wollte der Sprecher sich nicht festlegen. Es könne sich um Tage oder auch Wochen handeln …