Wer sein Haus oder seine Wohnung verkauft, um ein neues Zuhause zu erwerben, der benötigt eine Zwischenfinanzierung. In solchen Fällen helfen sogenannte „Prêts relais“ oder „Crédits pont“. Während der Immobilienkrise aber wurden diese Überbrückungskredite für manche Bankkunden zur finanziellen Falle. Wie sich die Situation auf dem Kreditmarkt entwickelt hat, das geht nun aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hervor.

Demnach hatte der Umfang an neuen Überbrückungskrediten im zweiten Semester 2022 seinen Höhepunkt erreicht. Das Kreditvolumen belief sich zu dem Zeitpunkt auf 593 Millionen Euro. In der Folge fiel das Volumen bis zum zweiten Semester 2023 auf einen Tiefstand von 170 Millionen Euro. Alles in allem blieb das Kreditvolumen damit unter seinen historischen Höchstwerten, wie Finanzminister Gilles Roth (CSV) in seiner Antwort auf die parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Marc Goergen (Piraten) erklärt.

Der Anteil von Überbrückungskrediten an der Gesamtzahl der neu vergebenen Hypothekenkredite nahm dem Minister zufolge seit 2019 stetig zu. Im zweiten Semester 2022 machten sie 19 Prozent aller neuen Kredite aus. Seitdem ist ihre Anzahl aber wieder rückläufig …