„Das ist eine gute Nachricht für alle Polizisten“, meinte ein sichtlich erleichterter Philippe Penning am Dienstag. Wenige Minuten zuvor war der Mandant des Rechtsanwalts, ein früherer Polizist, in zweiter Instanz vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen worden. Dies in einem der aufsehenerregendsten Fälle der jüngeren Justizgeschichte: Der Tod eines 51-jährigen Autofahrers durch Schüsse aus einer Polizeipistole.

Der Fall geht zurück auf den 11. April 2018. An dem Tag hatte der Angeklagte, zu dem Zeitpunkt erst seit acht Monaten im Polizeidienst, in Luxemburg-Bonneweg drei Schüsse auf ein auf ihn zufahrendes Auto abgegeben. Der Fahrer des Mercedes hatte sich zuvor einer Polizeikontrolle entzogen. Der damals 22-jährige Beamte hatte eigenen Angaben zufolge angesichts einer Gefahr für sein Leben keine andere Möglichkeit gesehen, als auf den Wagen zu schießen …