In den drei Justizvollzugsanstalten des Großherzogtums waren Mitte August insgesamt 760 Personen untergebracht. Das entspricht einer Auslastung von rund 75 Prozent, denn Platz wäre in Schrassig, Sassenheim und Givenich aktuell für alles in allem 1.017 Häftlinge. Das geht aus der Antwort von Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) auf eine parlamentarische Anfrage der beiden ADR-Abgeordneten Fred Keup und Dan Hardy hervor. Der Ministerin zufolge gibt es auch noch Möglichkeiten, die Kapazitäten zu erhöhen.
Im Gefängnis in Schrassig, das Mitte 1984 in Betrieb genommen wurde, saßen am 17. August – dem Datum, auf das sich die Antwort bezieht – 330 verurteilte Personen ein. Platz wäre für insgesamt 486 Insassen, davon 388 für männliche Häftlinge und gegebenenfalls für minderjährige, die dann aber in einem speziell dafür reservierten Zellenblock untergebracht würden, so Elisabeth Margue. Sie erinnert denn auch daran, dass im Zuge der Reform des Jugendstrafrechts eine neue eigenständige Haftanstalt für Minderjährige geplant ist.
Für weibliche Insassen gibt es der Ministerin zufolge in Schrassig derweil 51 Plätze, während 47 für Häftlinge reserviert sind, die eine besondere psychiatrische Behandlung benötigen oder an einem Suchthilfeprogramm teilnehmen. Durch größere Umbauarbeiten könnten die Kapazitäten langfristig auf 672 Plätze erhöht werden, erklärt Elisabeth Margue.
Anders sieht es für das Untersuchungsgefängnis am „Uerschterhaff“ in Sassenheim aus, das Ende 2022 offiziell eröffnet wurde …
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