Zwischen dem 15. Januar und dem 30. April war die Polizei mit einem verstärkten Aufgebot in bestimmten Teilen der Stadt Luxemburg im Einsatz. Der Minister für innere Angelegenheiten, Léon Gloden (CSV), zieht eine positive Bilanz der Maßnahme, die auch die Umsetzung des umstrittenen Bettelverbots beinhaltete. Insgesamt sieht er das Ziel des „Dispositif spécial“ als erfüllt an.

„Das Ziel, die Polizeipräsenz in diesen Vierteln zu erhöhen und die Ordnungskräfte sichtbarer und zugänglicher zu machen, wurde vollständig erreicht“ schreibt Léon Gloden in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Meris Sehovic (Déi Gréng). Mit diesen Vierteln meint der Minister die Oberstadt, Bonneweg sowie das Bahnhofsviertel, in denen unter anderem durch Fußpatrouillen „eine regelmäßige Polizeipräsenz gewährleistet und so positiv auf das Unsicherheitsgefühl der Bürger eingewirkt“ werden sollte.

In den dreieinhalb Monaten, in denen das Spezialaufgebot im Einsatz war, wurden laut dem Minister insgesamt 2.363 Polizeikontrollen und 1.071 Personenüberprüfungen durchgeführt. Dabei wurden vier Verstöße gegen das Bettelverbot festgestellt und demnach keine neuen Verstöße seit der letzten Bestandsaufnahme. Zudem wurden 235 Personen aus Eingängen von Gebäuden verwiesen. In Zusammenhang mit der Drogenkriminalität wurden derweil 70 Personen vorläufig festgenommen und 48 mutmaßliche Dealer verhaftet …