Premier Luc Frieden wird auch in den kommenden drei Jahren der CSV als Präsident vorstehen. Der 62-Jährige wurde am Wochenende auf dem Nationalkongress der Partei in Ettelbrück in das Amt wiedergewählt. Als einziger Kandidat für den Posten erhielt er 88,25 Prozent der Stimmen und demnach weniger als noch bei der Wahl vor zwei Jahren, als 96,25 Prozent der Delegierten ihm ihre Zustimmung gaben. Damals war Luc Frieden der erste CSV-Premier, der gleichzeitig auch das Amt des Parteipräsidenten übernahm.

Sein Wahlresultat bewertet Luc Frieden jedoch nicht negativ. Er sei „froh und dankbar über die breite Unterstützung“ und darüber, dass in einer großen Volkspartei wie der CSV jeder seine Meinung äußern könne, sagte er am Montag im Interview mit „Radio 100,7“. Dabei verteidigte er auch nochmals seine Entscheidung, beide Posten gleichzeitig zu bekleiden. Es sei wichtig, dass der Premier in der Partei verankert sei und nicht abgekapselt von der Gesellschaft in seinem Büro sitzen würde, so Luc Frieden. Er führe die Partei ja auch nicht alleine, sondern als Teil einer Mannschaft, deren „Kapitän“ er sei.

Als Vizepräsidenten stehen Luc Frieden auch weiterhin der Escher Bürgermeister Christian Weis, die „Député-Maire“ von Rosport-Mompach, Stéphanie Weydert, sowie Landwirtschafts- und Sportministerin Martine Hansen zur Seite. Alleiniger Generalsekretär ist der Abgeordnete und Walferdinger Schöffe Alex Donnersbach, der am Samstag 83,03 Prozent Stimmenanteile erhielt …