Die frühere Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) zeigt Interesse an einem Posten im Staatsrat. Das bestätigte die 57-Jährige gegenüber „RTL“. Sollte die aktuelle Abgeordnete wirklich vom Parlament in den Staatsrat wechseln, wären damit wohl auch die Spekulationen über eine erneute Spitzenkandidatur bei den nächsten Wahlen im Jahr 2028 beendet. Ins Parlament für sie nachrücken könnte derweil ausgerechnet Ben Streff.
Der 31-Jährige hatte erst im Januar seinen Job als Parteimanager der LSAP sowie den Posten als Präsident des Ostbezirks aufgegeben. Damals kritisierte er öffentlich Teile der sozialistischen Fraktion: Vor allem die früheren Minister seien nicht präsent genug „um Terrain“. Ben Streff war bei den Wahlen 2023 mit Paulette Lenert als Doppelspitze im Osten angetreten. Sie wurde damals mit 14.345 Stimmen Erstgewählte der LSAP-Liste, er landete mit 5.483 Stimmen dahinter und vor der damaligen Abgeordneten Tess Burton (5.265 Stimmen).
Paulette Lenert ihrerseits hatte Ende Januar bei „Radio 100,7“ gesagt, dass sie derzeit noch gar nicht wisse, ob sie 2028 überhaupt bei den Wahlen kandidieren würde. Zur Erinnerung: Die frühere Richterin und hohe Beamtin war 2018 als Quereinsteigerin in die Regierung berufen worden. Im Februar 2020 übernahm sie dann das Gesundheitsressort des zurückgetretenen Etienne Schneider (LSAP) und erlangte in der kurz darauf ausgebrochenen Pandemie große Popularität. Auch aktuell ist sie laut Umfragen noch die zweitbeliebteste Politikerin des Landes hinter Außenminister Xavier Bettel (DP).
Ein Posten im Staatsrat schließt eine Kandidatur bei Wahlen allerdings nicht aus. Das zeigen Beispiele …
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