Die frühere Vizepremier- und Gesundheitsministerin Paulette Lenert will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht darauf festlegen, ob sie bei den nächsten Parlamentswahlen im Jahr 2028 noch einmal antritt – sei es als LSAP-Spitzenkandidatin oder überhaupt. Das sagte sie am Dienstag im Interview bei „Radio 100,7“. Das sei auch eine Frage der Gesundheit und hänge von der „mentalen Disponibilität“ ab. Es werde in der Öffentlichkeit unterschätzt, was es bedeutet, in der Politik zu sein, betonte Paulette Lenert.
„Man muss wissen, wann es Zeit ist, einen Schritt zurückzugehen. Dazu stehe ich. Nur so kann man auch auf Dauer durchhalten“, sagte die LSAP-Politikerin in Bezug auf die starke Belastung der vergangenen Jahre. „Wenn man Zeichen bekommt, dass man am Limit ist, dann sollte man diese auch ernst nehmen“, so die 57-Jährige, die diesbezüglich auch nochmals erklärte, dass sie nach den Wahlen bewusst auf den Fraktionsvorsitz verzichtet habe, den dann Ex-Innenministerin Taina Bofferding übernahm.
Zum jetzigen Zeitpunkt stehe sie auch nicht für den Parteivorsitz zur Verfügung, den Francine Closener und Dan Biancalana im März aufgeben werden. Es sei an der Zeit, anderen LSAP-Politikern mehr Sichtbarkeit zu geben. „Wir haben das Glück, in der Partei viele junge Leute zu haben, die aktiv und motiviert sind“, erklärte die frühere Gesundheitsministerin, die laut Umfragen noch immer eine der beliebtesten Politikerinnen Luxemburgs ist …
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