Weil sie ihre Berufspflichten im Kampf gegen Geldwäsche missachtet haben soll, wurde die Notarin Karine Reuter jetzt in zweiter Instanz in zwei Fällen zu Geldstrafen in Höhe von jeweils 15.000 Euro verurteilt. Damit hat sich der Gang vor das Berufungsgericht für sie gelohnt, zumindest was die Höhe der Geldbußen anbelangt. In erster Instanz hatten sich diese nämlich noch auf 100.000 und 20.000 Euro belaufen. Hintergrund der Prozesse gegen die Notarin sind Immobiliengeschäfte aus den Jahren 2017 und 2021.
In dem ersten Fall geht es, wie Reporter.lu im Januar 2024 berichtete, um mehrere Geldtransaktionen aus dem Jahr 2017. Investoren aus Aserbaidschan wollten damals über ihre Gesellschaften Immobilien in Luxemburg-Stadt und in Bartringen kaufen. Die Transaktionen erfolgten über Konten bei der „ABLV Bank“, die im Zentrum der Affäre um den sogenannten „Azerbaijani Laundromat“ stand und 2018 abgewickelt wurde. Im Rahmen der internationalen Ermittlungen geriet auch Karine Reuter, die damals als Notarin fungierte, ins Visier der Justiz.
Die Ermittler fanden damals bei ihr weder Hinweise auf eine Risikoeinschätzung zu den Investoren noch auf eine eingehende Überprüfung der involvierten Gesellschaften …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
