Ende August hatte die britische „Financial Times“ berichtet, dass vier Führungskräfte der Luxemburger Tochtergesellschaft der russischen „Gazprombank“ im Jahr 2022 hohe persönliche Gewinne erzielten, indem sie möglicherweise von Insiderhandel profitiert und Sanktionen umgangen haben sollen. In dem Artikel wurde auch die Luxemburger „Commission de surveillance du secteur financier“ (CSSF) kritisiert. Auf Antrag von LSAP und Déi Gréng war der Fall jetzt am Montag Thema im parlamentarischen Finanzausschuss.
Neben Finanzminister Gilles Roth (CSV) stand dabei auch CSSF-Direktor Claude Marx den Abgeordneten Rede und Antwort. Die „Financial Times“ hatte der Finanzaufsicht eine zu lasche Vorgehensweise gegenüber „Gazprombank Luxembourg“ vorgeworfen und kritisiert, dass sie in diesem Fall keine Sanktionen verhängt hatte. Claude Marx erläuterte in diesem Zusammenhang am Montag die Mechanismen, mit denen die CSSF mögliche Insidergeschäfte aufdecken kann, insbesondere die Überwachung von Transaktionen, Meldungen verdächtiger Geschäfte und Hinweise von Whistleblowern.
Der CSSF-Direktor wies aber auch darauf hin, dass für die Einstufung eines Geschäfts als Insidergeschäft insbesondere nachgewiesen werden muss, dass nicht öffentliche Insiderinformationen vorliegen und genutzt wurden …
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