Zehn Jahre nach dem kontroversen TV-Beitrag, der den Kern der sogenannten „Lunghi-Affäre“ bildet, wurden die beiden früheren „RTL“-Mitarbeiter Marc Thoma und Sophie Schram jetzt in zweiter Instanz von den Diffamierungsvorwürfen in Bezug auf den ehemaligen Direktor des „Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean“ (Mudam) freigesprochen. Das entsprechende Urteil erging am Mittwoch und hob damit die Geldstrafen auf, die noch in erster Instanz gegen beide Ex-Journalisten verhängt worden waren. Zu Ende ist der juristische Streit damit aber noch nicht.

In besagtem TV-Beitrag, der im Oktober 2016 gesendet wurde, war zu sehen, wie der damalige Mudam-Direktor Enrico Lunghi wutentbrannt ein Interview mit Sophie Schram abbrach und deren Mikrofon samt Arm wegdrückte. „RTL“ berichtete diesbezüglich, dass Sophie Schram dabei verletzt worden sei. Der Fall führte zum Rücktritt von Enrico Lunghi und zu zwei juristischen Verfahren.

In einem Prozess wurde den damaligen „RTL“-Akteuren eben vorgeworfen, die TV-Bilder im Herbst 2016 bewusst so zusammengeschnitten zu haben, um Enrico Lunghi zu diffamieren …