In den letzten Tagen fanden in Luxemburg und im Ausland Hausdurchsuchungen im Rahmen von Ermittlungen wegen eines finanziellen Schadens in Höhe von geschätzten 200 Millionen Euro bei einem Luxemburger Investmentfonds statt. Im Visier waren 27 Unternehmen sowie sechs Personen, die im Verdacht stehen, an möglichen Straftaten beteiligt gewesen zu sein. Einer von ihnen ist der Unternehmer Kindy Fritsch, über dessen Geschäfte Reporter.lu wiederholt berichtete. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit der insolventen „Greenfinch“-Firmengruppe, über die Reporter.lu ebenfalls bereits berichtete.
Gegen den Luxemburger Immobilienunternehmer, Enkel des „Cactus“-Gründers Paul Leesch, und die anderen fünf Personen wird wegen mutmaßlicher Veruntreuung von Gesellschaftsvermögen („Abus de biens sociaux“), betrügerischen Konkurses („Banqueroute frauduleuse“), Vertrauensmissbrauchs („Abus de confiance“), Fälschung („Faux intellectuel“), Gebrauchs von Fälschungen („Usage de faux“) und Geldwäsche („Blanchiment“) ermittelt.
Das geht aus einer Pressemitteilung vom Montagabend hervor, in der die Staatsanwaltschaft Luxemburg allerdings keine Namen nennt. In einer Stellungnahme, die sein Anwalt Philippe Penning in der Folge verschickte, reagierte Kindy Fritsch jedoch selbst auf die Vorwürfe und streitet diese vehement ab. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung durch ein zuständiges Gericht gilt denn auch für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung …
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