Im Fall um die mutmaßliche Veruntreuung von Geldern bei der „Caritas“ wurde nun eine verdächtige Person verhaftet. Besagte Person war offenbar aus freien Stücken bei der Polizei vorstellig geworden. Nach einem Verhör wurde sie festgenommen. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Luxemburg am Montagabend mit. Die Ermittlungen laufen indes weiter. Wie auch die interne Aufarbeitung bei der Wohlfahrtsorganisation.
„Die Caritas hatte nie 61 Millionen auf dem Konto“, betonte ihr Generaldirektor Marc Crochet am Montag in mehreren Interviews, etwa bei „RTL“ und „Radio 100,7“. Damit wollte er klarstellen, dass die Organisation, die mithilfe von Spenden und staatlicher Unterstützung ihrer Arbeit nachgeht, nicht etwa ein Vermögen angehäuft habe, ohne das Geld seinem eigentlichen Zweck zuzuführen. Der Hintergrund: In sämtlichen Berichten und auch in der Mitteilung der Caritas zum Fall der mutmaßlichen Veruntreuung war stets von 60 bzw. 61 Millionen Euro die Rede.
Die Organisation habe zum Zeitpunkt des Verschwindens der Gelder rund 28 Millionen Euro auf ihren Konten gehabt, sagte Marc Crochet. Die anderen 33 Millionen habe sich die Person, die als Verdächtige in diesem Fall gilt, im Namen der Caritas als Kreditlinien bei mehreren Banken unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erschlichen …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
