Weil er Mitte 2022 einen Amoklauf an einer Luxemburger Schule angekündigt hatte, wurde ein 20-jähriger Mann jetzt zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Anklage lautete auf „Menaces d’attentat“ und „Incitation à la haine“. Vor Gericht hatte der Beschuldigte erklärt, zwar derartige Fantasien gehabt zu haben, in die Tat umsetzen wollen habe er diese aber nicht. Die Behörden ihrerseits hatten die Bedrohung ernst genommen.

Konkret hatte der damals noch Minderjährige im August 2022 auf der Plattform „Discord“ geschrieben, sich an seinem 18. Geburtstag im Oktober 2022 Waffen zu beschaffen, um einen Anschlag im Escher „Lycée technique de Lallange“ zu begehen. Als Zeitpunkt für die Tat nannte er den darauffolgenden April, in Anlehnung an zwei Amokläufe in den USA: das „Columbine“-Massaker mit 14 Toten am 20. April 1999 und den Amoklauf am „Virginia Tech“-Institut mit 32 Todesopfern am 16. April 2007.

Während des Prozesses Anfang April hatten sowohl der leitende Ermittler als auch ein psychiatrischer Gutachter dem Beschuldigten Empathielosigkeit und ein gleichgültiges Verhältnis zum Tod attestiert. Eine psychiatrische Erkrankung lag der Auffassung des Sachverständigen zufolge jedoch nicht vor, weshalb der 20-Jährige vollkommen schuldfähig sei …