Die Impfung in einer Arztpraxis ist ein wichtiger Teil der neuen Impfstrategie der Regierung. Doch die Frage nach der Kostenübernahme war bisher ungeklärt. Nun sollen die Kosten zu 100 Prozent von der Krankenkasse übernommen werden.

Seit Anfang August impfen Hausärzte in ihren Praxen gegen Covid-19. Zunächst nahmen lediglich vier Arztpraxen in Mersch, Esch-Alzette, Redange-Attert und Strassen an einer Pilotphase teil. Mittlerweile ist die Liste der teilnehmenden Ärzte deutlich gewachsen: Stand 17. August sind 194 Hausärzte auf der Impfliste des Gesundheitsministeriums registriert.

Für die Santé ist die Einbindung der Hausärzte auch von strategischer Bedeutung. „Ärzte sind die ersten Vertrauenspersonen ihrer Patienten und spielen eine wichtige Rolle für den Erfolg der Impfkampagne in Luxemburg“, erklärte etwa Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) in einem Schreiben. Wie das Ministerium auf Nachfrage von Reporter.lu mitteilte, erhielten bisher 439 Personen eine Impfung beim Hausarzt.

Doch bei der Abrechnung stellt die Impfung in den Hausarzt-Praxen die Regierung vor ein Problem. Denn während die Kosten in den Impfzentren direkt vom Gesundheitsministerium übernommen werden, ist dies bei einer Impfung beim Hausarzt anders. Diese muss über die staatliche Krankenkasse CNS abgerechnet werden …