Der Generaldirektor der Luxemburger Polizei, Pascal Peters, reagierte diese Woche auf das laufende Gerichtsverfahren über mutmaßliche Fälle von Polizeigewalt, über das auch Reporter.lu berichtete. „Ein solches Fehlverhalten wird absolut nicht toleriert. Das entspricht nicht unserer Deontologie und unseren Werten. Wir müssen verhindern, dass so etwas erneut vorkommt“, so Pascal Peters am Mittwoch im Gespräch mit „Radio 100,7“.

In Bezug auf die angeklagten Beamten der früheren Bahnhofswache, die vor Gericht geschildert hatten, welchen Druck sie bei ihrer Arbeit empfunden hätten, sprach der Polizeichef unter anderem von „einer Erwartungshaltung an die Polizei, was sie lösen kann und was nicht“. „Wir gehen davon aus, dass es in dieser Einheit wahrscheinlich eine Erwartungshaltung gab, die diese Polizisten so empfanden, dass sie eine Subkultur entwickelten, die absolut ungesund war. Und dagegen muss man absolut vorgehen“, so Pascal Peters.

Zur Erinnerung: In diesem Gerichtsprozess geht es vor allem um einen Vorfall im Mai 2023, bei dem einer der beschuldigten Polizisten einen betrunkenen Mann in einer Sichtzelle der Bahnhofswache geschlagen haben soll. Es soll sich dabei um einen Vergeltungsakt gehandelt haben, weil dieser ihm Wochen zuvor gedroht habe, wie Reporter.lu bereits berichtete. Nach dem Vorfall in der Zelle soll ein ebenfalls angeklagter Vorgesetzter versucht haben, diesen zu vertuschen. Die Ermittlungen förderten aber auch andere Missstände zutage …