Die „Commission de surveillance du secteur financier“ (CSSF) hat im vergangenen Jahr Sanktionen in einem Gesamtumfang von etwas mehr als elf Millionen Euro ausgesprochen. Das geht aus ihrem Jahresbericht für 2024 hervor, der jetzt veröffentlicht wurde. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 hatte sich die Gesamtsumme der verhängten Strafen noch auf 2,43 Millionen Euro belaufen. Das Jahr davor waren es 5,8 Millionen Euro gewesen.

Insgesamt verhängte die Finanzaufsicht letztes Jahr drei „Amendes administratives“ gegen Banken sowie eine gegen den Aktionär eines Kreditinstituts. Hinzu kommen unter anderem vier „Amendes d’ordre“ gegen Investmentunternehmen sowie Ordnungsgelder in Höhe von 186.000 Euro gegen drei spezialisierte Finanzdienstleister. Weitere Strafen ergingen gegen die Verwalter von Investmentfonds sowie Anbieter digitaler Zahlungsmöglichkeiten. Alles in allem war die CSSF mit 1.850 Beschwerden von Kunden befasst. Davon konnte sie 1.283 Beschwerden auch behandeln und abschließen.

Die höchste Strafe der Finanzaufsicht gegen ein Kreditinstitut 2024 belief sich auf drei Millionen Euro. Bei der sanktionierten Bank handelt es sich um die „BGL BNP Paribas“, wie Reporter.lu bereits berichtete. Hintergrund waren verdächtige Geldtransaktionen des früheren Gouverneurs der libanesischen Zentralbank, Riad Salamé …