Ein Hackerangriff oder vielmehr der Versuch eines solchen hat dazu geführt, dass die Online-Dienste des Luxemburger Parlaments für mehrere Stunden abgeschaltet werden mussten. Auf Daten wurde ersten Erkenntnissen zufolge nicht zugegriffen, jedoch habe man aufgrund des „ausgewiesenen Sicherheitsrisikos“ keine andere Möglichkeit gesehen, die Dienste komplett abzustellen. „Wir haben gemerkt, dass jemand probiert hat, in unser System zu kommen“, sagte der Generalsekretär des Parlaments dem „Tageblatt“. „Bevor das ausarten konnte, haben wir unsere Systeme abgestellt“, so Laurent Scheeck.
Bereits am Mittwochabend hatte das Parlament mitgeteilt, dass man sich veranlasst sehe, alle IT-Systeme, darunter Webseiten und E-Mail-Systeme, vom Internet zu trennen, wodurch sowohl die Webseite der Abgeordnetenkammer als auch die Seite für Petitionen bis Donnerstagmorgen nicht verfügbar seien. Die Maßnahme wurde aber dann bis auf Weiteres verlängert, weil man den gesamten Umfang des Problems noch nicht gekannt habe, erklärte Laurent Scheeck bei „RTL“. Die Dienste sollten denn auch so lange offline bleiben, bis feststehe, dass es kein Sicherheitsrisiko mehr gebe. Ab dem späten Donnerstagnachmittag war dann zumindest die Seite des Parlaments wieder zugänglich, jene für Petitionen hingegen weiterhin nicht. Erst am Freitagmittag war dann auch sie wieder online.
In der jüngeren Vergangenheit kam es mehrmals zu ähnlichen Vorfällen. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage erklärte die Ministerin für Digitalisierung, Stéphanie Obertin (DP), Mitte Februar, dass das „Centre des technologies de l’information de l’Etat“ (CTIE) seit einigen Jahren jeden Tag sogenannte „DDoS“-Attacken auf die staatlichen Systems verzeichnen würde …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
