Eine Woche nach der Cyberattacke auf die Luxemburger Post befasste sich jetzt auch das Parlament mit dem Thema. Trotz eigentlicher Sommerpause kamen die Mitglieder von gleich drei Ausschüssen am Donnerstag in einer Videokonferenz zusammen. Vonseiten der Regierung standen ihnen Lex Delles (DP), als Wirtschaftsminister auch zuständig für die Post, sowie Léon Gloden (CSV), als Minister für innere Angelegenheiten, Rede und Antwort. Ebenfalls zugegen waren Vertreter der Post, der Polizei, des „Corps grand-ducal d’incendie et de secours“ (CGDIS) und des „Haut-Commissariat à la protection nationale“.

Wer hinter dem Cyberangriff steckt, der am Mittwoch vergangener Woche für rund vier Stunden die Netze der Post lahmlegte, ist auch weiterhin nicht gewusst. Auch was das eigentliche Ziel war, ist unklar. Die Post selbst hatte nach der Attacke mitgeteilt, dass diese nicht in ihre internen Systeme eingedrungen sei und dass keine Daten kompromittiert oder exfiltriert worden seien. Sie habe demnach offenbar nur darauf abgezielt, den Betrieb der Dienste zu stören.

Am Donnerstag bestätigen die Verantwortlichen der Post den Abgeordneten, dass es sich um eine DDoS-Attacke („Distributed Denial of Service“) gehandelt habe. Man habe denn auch Anzeige erstattet, wie der Webseite des Parlaments zu entnehmen ist. Die Aufarbeitung der Attacke sei derweil weiterhin im Gange. So analysiere man die Zusammenarbeit mit den Zulieferern und suche nach zusätzlichen Backup-Lösungen. Doch bereits jetzt hätte ein Angriff in dieser Form nicht mehr den gleichen Impakt, so die Post-Verantwortlichen …