Bei der Luxemburger Post kam es am Mittwoch zum einem Totalausfall ihrer Netze. Sowohl Internet- als auch Mobilfunkverbindungen waren stundenlang nicht möglich und auch das Festnetz war betroffen. Infolgedessen waren auch die Notrufzentralen von Polizei und Rettungsdiensten telefonisch nicht zu erreichen. Die Regierung berief einen Krisenstab ein. Die Post sprach zunächst nur von einem Softwarefehler und schloss eine Cyberattacke als Ursache aus – was allerdings in der Folge revidiert werden musste.

Gegen 16.15 Uhr am Mittwoch habe „Post Luxembourg“ eine „Perte complète“ seines Zugangs zum Internet festgestellt, erklärte am Donnerstagvormittag der Generaldirektor des Unternehmens, Claude Strasser, auf einer Pressekonferenz. Infolgedessen sei auch den Kunden der Internetzugang nicht mehr möglich gewesen. Fast zeitgleich seien aber auch das Mobilfunk- und das Festnetz ausgefallen. 4G und 5G hätten nicht mehr funktioniert und der Mobilfunk sei nur noch über 2G möglich gewesen, doch dieses Netz sei schnell überlastet gewesen. Gegen 20 Uhr hätten alle Dienste wieder normal funktioniert.

Die verschiedenen Netze hängen an sich nicht zusammen, erklärte Claude Strasser. Doch habe sich ein Softwarefehler, den man am Abend als Ursache der Probleme ausgemacht habe, als Auslöser für alle Ausfälle herausgestellt. Wie genau es zu diesem Softwarefehler kommen konnte, werde derzeit analysiert. Man könne aber ausschließen, dass ein menschlicher Fehler oder ein externer Dienstleister dafür verantwortlich war. Das Gleiche gelte für eine Cyberattacke. Zumindest gebe es dafür keinerlei Hinweise, so Claude Strasser am Donnerstag.

Am späten Freitagnachmittag teilte dann der Krisenstab der Regierung mit, dass Premier Luc Frieden (CSV) den Stab am Freitag nochmals einberufen habe. Und dabei hätten die Verantwortlichen der Post klargestellt, dass sich doch um einen gezielten Cyberangriff gehandelt und zwar einen gezielten auf einem besonders fortgeschrittenen und ausgeklügelten technischen Niveau …