Der parlamentarische Sonderausschuss zur Caritas-Affäre braucht einen neuen Vorsitzenden. Die bisherige Präsidentin Stéphanie Weydert (CSV) hat nämlich am Dienstag bekanntgegeben, sowohl den Vorsitz der Kommission aufzugeben als auch aus dieser auszutreten. Damit reagiert sie auf den Vorwurf eines möglichen Interessenkonflikts. Demnach wird der Ausschuss nach nur drei Monaten bereits seinen dritten Vorsitzenden erhalten.
Die Frage nach einem möglichen Interessenkonflikt von Stéphanie Weydert hatten Anfang Januar die Verantwortlichen der „Fondation Caritas Luxembourg “ und von „Caritas Accueil et Solidarité“ aufgeworfen. Grund war der Umstand, dass die CSV-Abgeordnete bei der Anwaltskanzlei „Arendt & Medernach“ angestellt ist und diese Kanzlei eine der Banken im Rechtsstreit um jene Kredite vertritt, die im Rahmen der Caritas-Affäre erteilt wurden.
Stéphanie Weydert wies den Vorwurf unter anderem damit zurück, dass ihre Anwaltstätigkeit aufgrund ihrer politischen Mandate derzeit ruhe. Sie bat aber gleichzeitig den Vorsitzenden der Anwaltskammer, der sich für nicht zuständig erklärte, und das Ethikkomitee des Parlaments um seine Einschätzung. Und besagtes Gremium kam nun zum Schluss …
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