Nachdem die Finanzaufsicht CSSF mangelhafte Prozeduren festgestellt und eine Millionenstrafe verhängt hatte, geriet die „Spuerkeess“-Spitze unter Druck. Mehrere Abgeordnete fühlten sich von deren Aussagen in der Caritas-Spezialkommission getäuscht. Die Generaldirektorin Françoise Thoma spricht von einem Missverständnis und will auf ihrem Posten bleiben.

Als die Direktion der staatlichen Bank vor der Caritas-Spezialkommission am 5. Mai Rede und Antwort stand, war ihr bekannt, dass die Finanzaufsicht CSSF eine Geldstrafe verhängen werde. Allerdings sei die Prozedur noch nicht abgeschlossen gewesen und so habe die Bank die Abgeordneten nicht darüber informieren können, betonte Françoise Thoma in mehreren Interviews.

Die Spuerkeess-Mitarbeiter hätten im Fall Caritas die damals geltenden Prozeduren eingehalten, betonte die Generaldirektorin im Interview mit „Radio 100,7“. In diesem Sinne sei ihre Aussage vor dem Parlament zu bewerten, dass die Spuerkeess keine Fehler gemacht habe. Allerdings habe sie auch vor der Spezialkommission betont, dass es Lücken in den Prozeduren gegeben habe. Diese weitreichenden Defizite hatte die CSSF vergangene Woche in einer langen Pressemitteilung aufgelistet.

Es sei aber nicht möglich festzustellen, ob diese Lücken den Caritas-Betrug ermöglicht hätten, so der Standpunkt der Bank …