Im ersten Quartal dieses Jahres wurden in Luxemburg 285 Unternehmen für insolvent erklärt und damit fast genau so viele wie im ersten Trimester des Vorjahres, als 288 Konkurse verzeichnet wurden. Allerdings könnten seit Jahresbeginn durch Pleiten weniger Arbeitnehmer ihren Job verloren haben als noch Anfang 2025. Das geht aus den neuesten Zahlen des zuständigen Justizministeriums und der Statistikbehörde „Statec“ hervor, die vergangene Woche veröffentlicht wurden. Ersten Schätzungen zufolge gehen die Behörden von 27 Prozent weniger Arbeitsplatzverlusten gegenüber dem Vorjahr aus.

Positiv zu bewerten ist zudem, dass im Baugewerbe mit 45 Insolvenzen im ersten Quartal 2026 immerhin fünf Konkurse weniger verzeichnet wurden als Anfang 2025. Zudem gingen damit auch zwölf Prozent weniger Arbeitsplatzverluste einher als noch im Vorjahr. Zur Einordnung: Infolge der schwierigen Lage auf dem Luxemburger Immobilienmarkt befindet sich das Bauwesen seit mehr als vier Jahren in der Krise. Und auch die letzten Zahlen deuteten nicht auf eine nachhaltige Erholung auf dem Wohnungsmarkt hin. Zwischen Januar 2021 und September 2025 mussten denn auch 712 Firmen aus dem Baugewerbe Konkurs anmelden, wodurch 4.521 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren, wie die Regierung vor Kurzem mitteilte.

Schlechte Nachrichten gibt es jetzt auch aus dem Handel. Dort wurden im ersten Quartal 2026 nämlich 51 Insolvenzen beobachtet und damit fast 42 Prozent mehr als Anfang 2025. Dadurch könnten dann auch fast doppelt so viele Beschäftigte im Sektor ihren Arbeitsplatz verloren haben wie Anfang 2025. Die Statistiker gehen derzeit von 93 Prozent mehr potenziellen Arbeitsplatzverlusten aus …