Die verschärften Maßnahmen in der Luxemburger Asylpolitik sorgen seit Wochen für Kritik und Gegenwehr. Vier NGOs zogen sogar vor Gericht. Sie reichten einen Antrag ein, um gegen eine umstrittene Regelung des „Office National de l’Accueil“ (ONA) vorzugehen und diese außer Kraft setzen zu lassen. Dabei geht es um die Entscheidung, allein reisenden männlichen Geflüchteten, die bereits in einem anderen EU-Staat Asyl beantragt haben, keine Unterkunft mehr zur Verfügung zu stellen, sondern sie auf eine Warteliste zu setzen. Das Urteil in diesem Schnellverfahren vor dem Verwaltungsgericht liegt Reporter.lu nun vor.

Das Gericht wies den Antrag von „Passerell“,„Ryse“,„Amnesty International“ und „Médécins du Monde“ zurück und urteilte im Sinne des Luxemburger Staates. Dessen Vertreter hatten in dem Verfahren zwei Hauptargumente vorgebracht …