Im vergangenen Jahr bezogen in Luxemburg 78.221 Personen eine Teuerungszulage, die sogenannte „Allocation de vie chère“. Das waren 3.699 mehr als im Jahr davor und sogar 18.990 mehr als noch 2020. Das ist einer Antwort von Familienminister Max Hahn (DP) auf eine parlamentarische Anfrage von Georges Engel und Ben Polidori zu entnehmen. Die LSAP-Abgeordneten wollten erfahren, welche anderen Beihilfen diese Menschen noch erhielten und wie viele die Teuerungszulage trotz einer regulären Arbeit bezogen.

Zur Erinnerung: Zum Jahresanfang wurde die „Allocation de vie chère“ nicht nur erhöht, sie wird seitdem auch automatisch an alle Empfänger des „Revenu d’inclusion sociale“ (Revis) ausgezahlt. Das ist eine Reaktion darauf, dass viele Haushalte die Zulage nicht beantragten, obwohl sie Anspruch darauf hatten. Es ist demnach eine Maßnahme zur Armutsbekämpfung, die die CSV-DP-Regierung bei ihrem Antritt als eine Priorität ausgewiesen hatte.

Bis zum 1. Juli 2025 sei denn auch bereits 25.013 Revis-Beziehern die Teuerungszulage automatisch überwiesen worden, erklärt Max Hahn in der Antwort auf die parlamentarische Frage. Das entspreche 55,49 Prozent aller Personen, denen für dieses Jahr bereits die Teuerungszulage und die Energieprämie zugesprochen worden seien …