Wo fängt Inklusion an und wo hört sie auf? Vor allem bei akademischen Laufbahnen scheint sie schwierig. Dort gibt es starke Unterschiede zwischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und jenen, deren Eltern im Inland geboren sind – mit potenziell langfristigen Folgen.

Luxemburg ist multikulturell und multilingual. Die Politik rühmt sich oft damit, sich für Inklusion stark zu machen. Doch wieweit sind Migranten tatsächlich mit eingeschlossen? Und wie gut funktioniert Inklusion heute im Großherzogtum? Das war die Frage, die am Mittwoch bei der Konferenz „Inclusion“ von ASTI diskutiert worden ist.

Eigentlich waren sich dabei alle einig – Luxemburg gibt sich Mühe. Dass das aber nicht ausreicht, zeigt die gelebte Realität von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Darauf machte auch Migrationsexperte Thomas Liebig von der OECD aufmerksam. Er hebt hervor, dass Inklusion nicht nur bei den Migranten selbst, sondern auch bei deren Nachkommen wichtig ist. Nur wenn Kinder und Jugendliche die gleichen Möglichkeiten hätten wie diejenigen, deren Eltern im Inland geboren sind, wäre es „ein Zeichen einer gelungenen Inklusion“, so Thomas Liebig …