Das Militärsatellitenprojekt „LUXEOSys“ wurde sehr teuer. Aus den ursprünglich geplanten 170 Millionen Euro wurden am Ende 309 Millionen Euro. Um die Kostenexplosion zu untersuchen, hatte das Parlament im November 2020 den Rechnungshof beauftragt, eine Analyse zu erstellen. Der nun erschienene Bericht legt die Fehler in der Planung und das problematische Vorgehen des Verteidigungsministeriums schonungslos offen.

Die Gründe für die Fehleinschätzung sind für den Rechnungshof vielseitig. Bevor Etienne Schneider (LSAP) das Gesetzvorhaben im Sommer 2018 dem Parlament vorlegte, waren wesentliche Bestandteile noch nicht geklärt. Demnach zeigt die Untersuchung des Rechnungshofes, dass es keine Absprache mit dem Mobilitätsministerium gab, einen Teil der Infrastruktur für den Betrieb des Satelliten auf den Flächen des Flughafens zu bauen. Doch auch die Armee wurde nur geringfügig in die Planung des Projekts eingebunden. Der Rechnungshof stellte eine „fehlende Kommunikation zwischen der Direction de la défense und der Armee während der Planungsphase und eine nicht prioritäre Behandlung des Projekts durch die Verantwortlichen der Armee“ fest …