Anfang Juni sorgte ein Fall von Tierquälerei für Schlagzeilen, bei dem in Boudler ein Esel schwer verletzt wurde. Die Polizei suchte damals nach Zeugen. Die Abgeordnete Claire Delcourt (LSAP) nahm das zum Anlass, um sich in einer parlamentarischen Anfrage bei der Regierung zu erkundigen, mit wie vielen solchen Taten Polizei und Justiz pro Jahr befasst sind, wie oft dabei die Täter identifiziert werden können und wie viele Fälle letztlich vor Gericht landen.

In ihrer gemeinsamen Antwort verweisen Innenminister Léon Gloden (CSV), Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) und Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) unter anderem auf die Datenbank der Polizei. Dieser zufolge nehmen die Beamten pro Jahr zwischen 30 und 40 derartige Fälle auf. In den Jahren 2021 bis 2025 waren es zusammengerechnet 188 Fälle, nämlich 37, 40, 37, 42 bzw. 32 in dem jeweiligen Jahr.

Die Staatsanwaltschaften der Gerichtsbezirke Luxemburg und Diekirch ihrerseits eröffneten im selben Zeitraum 124 Ermittlungsverfahren wegen entsprechender Straftaten. Die Regierung weist allerdings darauf hin, dass die Justizstatistik nicht garantiert ausschließlich Fälle von Tierquälerei erfasst, da die Verfahren unter unterschiedlichen „Codes“ registriert werden können. In 91 Fällen konnten die Täter identifiziert werden, in 33 nicht …