Depressionen sind in Luxemburg die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten von Arbeitnehmern. Im vergangenen Jahr waren sie der Grund für 17,5 Prozent aller registrierten Krankheitstage. Vor allem im Bausektor nahmen die Ausfälle wegen Depressionen in den letzten Jahren stark zu. Das geht aus der Antwort der Ministerin für Gesundheit und soziale Sicherheit, Martine Deprez (CSV), auf eine parlamentarische Anfrage der LSAP-Abgeordneten Francine Closener, Mars Di Bartolomeo und Ben Polidori hervor.
Seit mehreren Jahren wird insgesamt eine Zunahme an Krankheitstagen wegen Depressionen beobachtet. Zwischen 2016 und 2019 stieg ihr Anteil an der Gesamtzahl der Krankheitstage von 14,8 auf 15,4 Prozent. Zu Beginn der Covid-19-Pandemie 2020 gab es dann einen Rückgang auf 13,6 Prozent, gefolgt von einer weiteren Abnahme 2022. Seitdem stieg der Anteil aber wieder, erreichte 16,2 Prozent im Jahr 2023 und geht seitdem kontinuierlich in die Höhe.
Im Durchschnitt fehlt ein unter Depressionen leidender Arbeitnehmer 27,8 Arbeitstage im Jahr. Die Fehlzeiten steigen zudem mit dem Alter …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
