Am 29. April 2025 wurde mit dem „Centre national pour victimes de violences“ Luxemburgs erste nationale Anlaufstelle für Opfer von Gewalt ins Leben gerufen. Seitdem wurde das Zentrum von 667 Personen angerufen, per E-Mail kontaktiert oder persönlich aufgesucht. Davon erhielten 289 Personen Unterstützung direkt vor Ort. Vor allem seit die Anlaufstelle 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche zu erreichen ist, stieg die Zahl der Kontaktaufnahmen rapide an.

In den ersten zwölf Monaten nach der Eröffnung wandten sich bereits 426 Personen an das Zentrum. Nach der Einführung des 24/7-Betriebs am 1. Mai dieses Jahres belief sich die Zahl an Kontakten dann allein im Monat Mai auf 133. Im Juni kamen dann nochmals 115 hinzu, sodass die Anlaufstelle mittlerweile pro Tag von drei bis vier Personen kontaktiert wird, die angeben, Opfer von Gewalt zu sein. In 80 Prozent der Fälle ist es häusliche Gewalt, während 27 Prozent der Opfer Gewalt außerhalb der Familie erleben. Die Mehrheit berichtet von psychischer, körperlicher oder sexueller Gewalt.

Diese Zahlen sind der gemeinsamen Antwort der Ministerin für Gleichstellung und Diversität, Yuriko Backes (DP), und der Sportministerin Martine Hansen (CSV) auf eine parlamentarische Anfrage von Sven Clement (Piraten) zu entnehmen …