Im vergangenen Jahr war die „Inspection du travail et des mines“ (ITM) mit 216 Beschwerden von Beschäftigten befasst, die sich an ihrem Arbeitsplatz Mobbing ausgesetzt fühlten. Die meisten Beschwerden betrafen den Handel (29), gefolgt vom Gesundheitswesen (27), dem Finanzsektor (24), dem Bereich Buchhaltung (20) und dem Gastgewerbe (20). Das ist der Antwort von Arbeitsminister Marc Spautz (CSV) auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Sven Clement (Piraten) zu entnehmen.
Von den 216 Beschwerden zogen 112 eine Untersuchung durch die ITM nach sich, bei den anderen 104 leitete sie keine ein. In zehn der 112 Fälle wurde nach Abschluss der Untersuchung dem betroffenen Arbeitgeber ein Bericht mit Empfehlungen übermittelt. Bei 41 Untersuchungen kamen die Kontrolleure derweil zu dem Schluss, dass es sich nicht um Fälle von Mobbing handelte. Die anderen 61 Beschwerden sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Administrative Strafen wegen Mobbings verhängte die Gewerbeaufsicht 2025 keine. Und auch der Staatsanwaltschaft wurden keine Fälle übermittelt.
Dass bei 41 Untersuchungen keine Mobbingfälle festgestellt wurden, liege daran, dass die Sachverhalte nicht detailliert genug oder konkret dargelegt wurden …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
