Samir H. soll mehr als ein Dutzend Menschen belästigt, beleidigt und bedroht haben, darunter mehrere politische Mandatsträger. Anfang Juni musste sich der 31-Jährige deswegen vor Gericht verantworten, wie Reporter.lu berichtete. Dabei wurden ihm auch Bombendrohungen und Amtsanmaßung zur Last gelegt. Am Mittwoch nun verurteilte ihn die zuständige Strafkammer des Bezirksgerichts Luxemburg zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Zwei Jahre davon wurden unter Auflagen zur Bewährung ausgesetzt.

Zu diesen Auflagen zählt, dass sich Samir H. in psychiatrische Behandlung begibt. Ein psychiatrischer Gutachter hatte ihm eine latente Psychose attestiert, die durch Drogenkonsum ausgelöst werden kann. Das Gericht erkannte denn auch eine eingeschränkte Schuldfähigkeit gemäß Artikel 71-1 des Strafgesetzbuches an und hielt dem 31-Jährigen entsprechend mildernde Umstände zugute. Die vorsitzende Richterin wies ihn bei der Urteilsverkündung allerdings darauf hin, dass ein Verstoß gegen die Auflagen den Widerruf der Bewährung und die Vollstreckung des ausgesetzten Strafteils zur Folge hätte.

Die Liste der Vorwürfe gegen Samir H. ist lang. Wiederholt belästigte und beleidigte er Politiker wie die Bürgermeisterin von Sassenheim, Simone Asselborn-Bintz (LSAP), den Abgeordneten und LSAP-Co-Parteipräsidenten Georges Engel sowie die Escher Gemeinderätin Daliah Scholl (DP) …