Die Gemeinden Ettelbrück, Diekirch, Schieren und Erpeldingen/Sauer sind weiterhin gewillt, zur „Nordstad“ zu fusionieren. Diese Woche gaben die vier Gemeinderäte zumindest grünes Licht, den Fusionsprozess fortzusetzen, indem sie einer „Intention de fusioner“ zustimmten. In Ettelbrück, Diekirch und Schieren war die Abstimmung einstimmig, in Erpeldingen fiel sie mit fünf zu vier Stimmen knapp aus. Zudem nahmen alle vier Gemeinderäte eine Resolution an, in der sie eine weitere Finanzspritze vom Staat fordern.
Konkret fordern sie eine einmalige finanzielle Unterstützung in Höhe von 10.000 pro Einwohner, was alles in allem einer Summe von rund 220 Millionen entspricht. Sie argumentieren, dass die Fusion zur Nordstad nicht mit anderen Gemeindefusionen vergleichbar sei, wie etwa das „Luxemburger Wort“ schreibt. Hierbei handele es sich um ein strukturelles Projekt für den Norden Luxemburgs, das als nationaler Entwicklungspol nicht nur lokalen, sondern auch regionalen und nationalen Aufgaben gerecht werde.
Die Gemeindeverantwortlichen gaben der Regierung bis Ende des Jahres Zeit, ihnen die finanzielle Unterstützung zuzusichern. Innenminister Léon Gloden (CSV) will sich jetzt erst einmal nach den Sommerferien mit ihnen treffen. Die Forderung scheint ihm nämlich etwas hoch …
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