Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) reagierte am Montag in einer Sitzung des Gemeinderates der Stadt Luxemburg auf rezente Recherchen von Reporter.lu zum „Conservatoire de la Ville de Luxembourg“. Dabei ging es um die starke Auslastung der Musikschule, frustrierte Lehrer, merkwürdige Arbeitszeitmodelle und eine neue Aufgabe für den scheidenden Direktor. Im Vorfeld der Ratssitzung hatte Rätin Liudumila Branca (Déi Gréng) mehrere Fragen an den Schöffenrat zu dem Thema eingereicht, die sie als dringend betrachtete.
Diese Fragen wollte Lydie Polfer trotz Nachfrage von Rat François Benoy (Déi Greng) allerdings nicht in die Tagesordnung der Sitzung aufnehmen. „Es ist nicht unsere Gepflogenheit, hier auf Presseberichte zu reagieren. Umso mehr, wenn vieles, was dort gesagt wurde, nicht richtig ist“, meinte die Bürgermeisterin. „Unregelmäßigkeiten gibt es keine, das kann ich ganz klar sagen“, so Lydie Polfer. Der Schöffenrat werde sich die Zeit nehmen, im Detail auf das Thema zurückzukommen, kündigte die Bürgermeisterin an.
Sie könne aber bereits jetzt sagen, dass sie sich mit den Vertretern des Lehrpersonals der Musikschule getroffen habe. Und dabei sei man sich „ganz einig“ gewesen, ein neues „Règlement organique“ auszuarbeiten, in dem „alle Fragen extrem klar beantwortet werden“, so Lydie Polfer. Sie unterstrich nochmals den „wunderbaren Ruf“, den das Konservatorium habe, und dass es, wie auch alle Ratsmitglieder und vor allem Déi Gréng in der Vergangenheit immer wieder „behauptet“ hätten, „Opfer seines eigenes Erfolgs“ geworden sei …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
