Um in Luxemburg medizinische oder Gesundheitsberufe ausüben zu können, bedarf es einer Zulassung durch das Ministerium für Gesundheit und soziale Sicherheit. Die entsprechenden Anträge können mittlerweile online über die Plattform „MyGuichet“ eingereicht werden, was die Wartezeiten verkürzen soll. Im Jahr 2024 wurden denn auch mehr als 3.000 solcher Anträge bewilligt. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hervor.

Wie viele Anträge überhaupt für eine „Autorisation d’exercer“ gestellt wurden, das vermag Martine Deprez (CSV) nicht zu sagen. Darüber werde keine Statistik geführt. Erteilt wurden letztlich aber insgesamt 3.041 Approbationen, so die Gesundheitsministerin in ihrer Antwort auf die parlamentarische Anfrage der beiden LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo. Der Großteil der Zulassungen 2024 betraf „Professions de santé“. Deren wurden nämlich 2.594 bewilligt, während es für „Professions médicales“ 369, für Apotheker 54 und für Psychotherapeuten 24 waren.

Die niedrige Zahl an Zulassungen für Psychotherapeuten überrascht, da hier die Nachfrage von Patientenseite in den vergangenen Jahren stark zugenommen hatte und seit der teilweisen Kostenübernahme durch die Gesundheitskasse eigentlich davon ausgegangen worden war, dass mehr Psychotherapeuten in Luxemburg praktizieren wollten. Die Zahlen der Ministerin zeigen jedoch ein anderes Bild …