Im Januar 2021 wurde in Bonneweg ein 18-Jähriger mit einem Messer derart schwer verletzt, dass er noch an Ort und Stelle verstarb. Am Donnerstag sollte in diesem Fall das zuständige Gericht sein Urteil fällen. Dazu kam es aber nicht. Stattdessen ordneten die Richter ein weiteres DNA-Gutachten an, wohl mit dem Ziel, damit die Tat genauer rekonstruieren zu können. Der konkrete Ablauf der Auseinandersetzung ist nämlich nicht ganz geklärt. Die Ereignisse davor, die letztlich zum Tod eines jungen Menschen führten, sind dagegen unumstritten – und erschreckend banal, wie Reporter.lu bereits berichtete.

Die Protagonisten, damals zwischen 15 und 18 Jahre alt, kamen an jenem 21. Januar 2021 zufällig auf der Internetseite „Ome.tv“ in Kontakt. Aus Blödeleien wurden Beleidigungen und man verabredete sich zu einem Treffen in Bonneweg, wobei die eine Gruppe Jugendlicher die andere in eine Falle locken und ihr eine Lektion erteilen wollte. Im Handgemenge um eine geringe Menge Cannabis zückte der spätere Hauptangeklagte dann ein Messer und stach dem Opfer mitten ins Herz. Das Küchenmesser seiner Mutter hatte der damals 17-jährige Shayne H. mit zu dem Treffen genommen, „um sich sicherer zu fühlen“.

Vor Gericht zeigte sich der mittlerweile 22-Jährige Mitte Oktober reumütig. „Et war net gewollt. Ech entschëllege mech fir déi Situatioun“ …