Vor dem Berufungsgericht in Luxemburg-Stadt wurde am Montag in zweiter Instanz der Prozess gegen den suspendierten Direktor des Clerfer „Lycée Edward Steichen“ verhandelt. Dabei ging es um mutmaßlich illegalen Waffenbesitz, doch gegen den 57-Jährigen stehen seit mehr als zwei Jahren auch andere schwere Vorwürfe im Raum. Dabei geht es um Verstöße im Zusammenhang mit Drogen und die mutmaßliche Veruntreuung von öffentlichen Geldern.

Die Ermittlungen in Bezug auf Drogen wurden aber mittlerweile abgeschlossen, ohne dass Vorwürfe zurückbehalten wurden. Das bestätigte die Justiz auf Nachfrage von „RTL“, wie aus einem Bericht über das Berufungsverfahren hervorgeht. In Bezug auf die mutmaßliche Veruntreuung von öffentlichen Geldern werde hingegen weiter ermittelt. Der Verdächtige streitet derweil sämtliche Vorwürfe ab, wie er 2023 über seinen Anwalt hatte mitteilen lassen. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt denn auch die Unschuldsvermutung.

Worauf die Vorwürfe der Veruntreuung basieren, ist nicht bekannt. Im November 2023 hatte die Justiz lediglich mitgeteilt, dass nach einer Anzeige des Bildungsministeriums ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Bereits zuvor hatte das Ministerium eine Anzeige wegen mutmaßlicher Vergehen im Zusammenhang mit Drogen erstattet. In der Folge hatten mehrere Hausdurchsuchungen stattgefunden …