Nicht nur das Luxemburger Rentensystem hat ein Finanzierungsproblem, auch bei der Gesundheitskasse klaffen Ausgaben und Einnahmen immer weiter auseinander. Bei einer „Quadripartite“-Sitzung am Montag versuchten Regierung, Sozialpartner und Gesundheitsdienstleister, Lösungen zu finden. Der Ärzteverband bekräftigte dabei aber auch seine Ankündigung, die Konvention mit der „Caisse nationale de santé“ (CNS) aufzukündigen.
Bei dem Treffen am Montag wurde sich auf eine Reihe von Maßnahmen geeinigt, mit denen 2026 erst einmal 60 Millionen Euro und in der Folge jährlich rund 140 Millionen Euro eingespart werden sollen. Diese Maßnahmen betreffen vor allem eine bessere Abstimmung zwischen den Kassen sowie eine Evaluierung bestimmter Posten. Als Beispiel nannte die Ministerin für Gesundheit und soziale Sicherheit, Martine Deprez (CSV), am Dienstag bei „Radio 100,7“, dass etwa bestimmte Werte nicht bei jeder Laboranalyse überprüft würden.
Um dem wachsenden Defizit weiter entgegenzuwirken, wird zudem der Staat seinen pauschalen Beitrag an der „Assurance maladie-maternité“ von jährlich 20 auf 59 Millionen Euro erhöhen. Das hatte Finanzminister Gilles Roth (CSV) bereits bei der Vorstellung des Haushaltentwurfs für 2026 angekündigt. Laut letzten Prognosen soll sich das Defizit 2025 auf 118,6 Millionen Euro belaufen. Für 2026 geht man von 209,3 Millionen Euro aus …
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