Die Gemeinde Leudelingen hat am Sonntag ihre Bürgerinnen und Bürger in einem Referendum gefragt, ob auf allen Hauptstraßen Tempo 30 eingeführt werden soll. Letztlich waren 54,8 Prozent dagegen, bei einer Wahlbeteiligung von nur 63,7 Prozent. Für die Leudelinger war es nicht das erste Referendum. Bereits 2019 hatten sie dafür gestimmt, dass ihre Gemeinde vom Südbezirk in den Wahlbezirk Zentrum wechseln soll. Die gleiche Frage wurde 2017 in Kopstal mit Ja beantwortet. In beiden Fällen kam es jedoch nicht zu einem Bezirkswechsel.

Gesetzlich geregelt ist die Möglichkeit, auf kommunalem Niveau ein Referendum abzuhalten, erst seit 1988, auch wenn es bereits zuvor solche Befragungen gab. Und seit 1988 wurde 24 Mal davon Gebrauch gemacht. In 16 Fällen ging es dabei um Fusionen. Zuletzt war dies 2022 in Bous, Waldbredimus, Grosbous und Wahl der Fall. Andere Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind die Referenden über die heutigen Fusionsgemeinden Rosport-Mompach (2016), Wiltz, Habscht und Helperknapp (2014) oder auch noch Käerjeng, Parc Hosingen, Schengen und die Ernztalgemeinde (2010).

Nach Referenden über Gemeindefusionen wird in der Regel den Wünschen der Bevölkerung entsprochen. Nicht in die Tat umgesetzt wurden so etwa die Zusammenschlüsse von Koerich und Simmern oder die von Fischbach, Fels und Nommern …