Eigentlich hatte sich der parlamentarische Sonderausschuss zur Caritas-Affäre vorgenommen, seine Arbeiten bis zum 10. April abzuschließen. Jetzt entschieden die Abgeordneten jedoch, sich noch bis Mitte Juni Zeit zu nehmen. Es sollen noch weitere Akteure im Zusammenhang mit dem millionenschweren Finanzskandal bei der Luxemburger Wohlfahrtsorganisation gehört werden. Noch vor dem Nationalfeiertag soll dann der Bericht der Kommission in einer öffentlichen Sitzung des Parlaments debattiert werden.

Damit der Ausschuss seine Arbeit über den ursprünglichen Abschlusstermin hinaus fortsetzen kann, muss das Parlament eine entsprechende Resolution verabschieden, was aber nur Formsache ist. Am Mittwoch einigten sich bereits die Abgeordneten des Ausschusses über weitere Sitzungstermine, wie der Webseite des Parlaments zu entnehmen ist. Dabei sollen eben auch weitere Befragungen stattfinden, etwa von Vertretern des Wirtschaftsprüfers „Grant Thornton“ und der Banken. Bekanntlich hatten die „Spuerkeess“ und die „BGL BNP Paribas“ der Caritas Kreditlinien über mehr als 30 Millionen Euro genehmigt.

Kommende Woche sollen zunächst Vertreter der „Fédération des acteurs du secteur social au Luxembourg“ (Fedas) sowie Weihbischof Leo Wagener befragt werden. Ende März sollen dann die frühere Präsidentin des Caritas-Verwaltungsrats, Marie-Josée Jacobs, und der frühere Generaldirektor Marc Crochet vor den Abgeordneten erscheinen …