Im Zusammenhang mit dem aktuellen Betrugsverdacht in der Gemeinde Hesperingen ergreift die Opposition jetzt die Initiative. Wegen der in ihren Augen „anhaltenden Untätigkeit“ der CSV-DP-Mehrheit wenden sich die anderen fünf Ratsmitglieder in einem Brief an Léon Gloden (CSV). Sie ersuchen den Minister für innere Angelegenheiten offiziell um Erlaubnis, selbst rechtliche Schritte einzuleiten, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Konkret wollen sie im Namen der Gemeinde Anzeige erstatten gegen jenen Ex-Beamten, der zwei Jahre lang seine Arbeitszeiten manipuliert hatte und dadurch für mehr Arbeitsstunden entlohnt wurde, als er tatsächlich geleistet hatte. Reporter.lu hatte Anfang der Woche exklusiv über den Fall berichtet. Einen Fall, durch den sich Hesperingen nur wenige Jahre nach der aufsehenerregenden Betrugsaffäre um zwei Beamte, die sich jahrelang auf Kosten der Gemeinde bereichert hatten, mit einem erneuten Betrugsverdacht konfrontiert sieht.

Um was geht es? Im Fall um die manipulierten Arbeitsstunden hatte der Disziplinarrat für Staatsbedienstete nach einer Untersuchung durch den zuständigen Regierungskommissar entschieden, besagten Beamten in den Frühruhestand zu versetzen …