Weil sie ihre Berufspflichten im Kampf gegen Geldwäsche missachtet haben soll, wurde die Notarin Karine Reuter nun von einer Strafkammer des Bezirksgerichts Luxemburg zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt. Hintergrund des Prozesses waren Immobiliendeals mit dubiosen Investoren aus Aserbaidschan, wie Reporter.lu bereits berichtete.
Konkret geht es in diesem Fall um mehrere Transaktionen aus dem Jahr 2017, bei denen Karine Reuter als Notarin fungierte. Die Investoren aus Aserbaidschan wollten damals Immobilien in Luxemburg-Stadt und Bartringen kaufen. Abgewickelt wurden die Geschäfte über zwei Gesellschaften und deren Konten bei der „ABLV Bank“, die im Zentrum der Affäre um den sogenannten „Azerbaijani Laundromat“ stand und 2018 abgewickelt wurde.
Im Zuge der internationalen Ermittlungen in dieser Affäre geriet auch Karine Reuter ins Visier der Justiz. Dabei fanden die Ermittler bei der Notarin weder Hinweise auf eine Risikoeinschätzung zu den betreffenden Kunden noch Indizien für eine eingehende Überprüfung, wer sich hinter den Gesellschaften, über die die Immobiliendeals liefen, verbarg. Der Fall erinnert in mancher Hinsicht an den der Notarin Martine Schaeffer, über den Reporter.lu im Mai 2024 berichtete.
Dabei sieht das Luxemburger Anti-Geldwäsche-Gesetz von 2005 unter anderem vor, dass Notare eine Risikoeinschätzung ihrer Kunden vornehmen und angemessene Maßnahmen ergreifen müssen, um nachzuvollziehen, woher deren Gelder stammen …
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