Im Rahmen der Ermittlungen zu den verschwundenen 61 Millionen Euro bei der Caritas konnten die Strafverfolgungsbehörden einen ersten sichtbaren Erfolg verbuchen. In Bulgarien und Frankreich konnten nämlich insgesamt acht Tatverdächtige verhaftet werden. Die Luxemburger Justiz spricht von einer „neuen Phase“ der Untersuchung, die allerdings weiterhin erst am Anfang sei.

So sei zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht absehbar, wie viel des verschwundenen Geldes letztlich wiedererlangt werden könne. Derzeit warte man auf die Auslieferung der festgenommenen Personen durch die französischen und bulgarischen Behörden sowie auf die Auswertung der im Ausland vorgenommenen Vermögensbeschlagnahmungen, heißt es am Freitag in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Luxemburg. Reporter.lu hatte bereits im Oktober 2024 von Spuren zu einem bulgarischen Netzwerk – und der Involvierung einer Hellseherin – berichtet.

Die Verhaftungen der acht Tatverdächtigen sind das Resultat einer koordinierten Aktion, die von örtlichen Polizeidiensten in Bulgarien, Frankreich und Großbritannien durchgeführt wurde. Auch Beamte der Luxemburger Kriminalpolizei waren daran beteiligt …