Seit mehr als einem Jahr ermitteln die Strafverfolgungsbehörden gegen Jean Billa wegen möglicher Verstöße gegen das Drogengesetz und wegen mutmaßlicher Veruntreuung von öffentlichen Geldern. Seitdem ist der Direktor des „Lycée Edward Steichen“ in Clerf auch vom Dienst suspendiert. Am Montag musste er sich nun in Diekirch vor Gericht verantworten. Dabei ging es allerdings um andere Vorwürfe gegen den 56-Jährigen.

In diesem Prozess wird dem suspendierten Schuldirektor nämlich unerlaubter Waffenbesitz zur Last gelegt. Konkret geht es um eine Schreckschusspistole, drei Langlaufwaffen sowie ein Butterflymesser. Die Waffen hatte die Kriminalpolizei im Herbst 2023 an der Wohnadresse von Jean Billa sowie im Lyzeum in Clerf sichergestellt. Anlass der Hausdurchsuchungen waren die Ermittlungsverfahren, die die Staatsanwaltschaft zuvor aufgenommen hatte.

Das sichergestellte Messer gilt als illegale Waffe und die Schusswaffen waren nicht ordnungsgemäß angemeldet, weswegen die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten einen Bußgeldbescheid („Ordonnance pénale“) zur Zahlung von 2.000 Euro zukommen ließ. Jean Billa legte jedoch Einspruch dagegen ein, wodurch der Fall am Bezirksgericht verhandelt werden musste. Dort betonte der 56-Jährige am Montag, sich keiner Schuld bewusst zu sein …